
Vor dem Weltcup-Wochenende in Engelberg nimmt ÖSV-Cheftrainer Widhölzl eine Änderung in seiner Mannschaft vor: Nicht mehr dabei ist Manuel Fettner, der auch die Vierschanzentournee verpasst.
Wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Dienstag offiziell bestätigt hat, nimmt Cheftrainer Andreas Widhölzl schon vor dem anstehenden Weltcup-Wochenende in Engelberg (Event-Übersicht mit Zeitplan & Infos) eine Veränderung in seiner Mannschaft vor. Widhölzl spricht von einer „schweren Entscheidung“.
Neu in der Mannschaft ist Markus Müller, der zuletzt mit einem Sieg und einem weiteren Podestplatz beim Continentalcup im finnischen Ruka dem ÖSV den zusätzlichen siebten Quotenplatz in Hinblick auf die Vierschanzentournee gesichert hat.
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Nicht mehr dabei ist hingegen Manuel Fettner, der damit aller Voraussicht nach auch den Start der 73. Vierschanzentournee verpassen wird. „Wir haben das Prozedere so schon im Oktober festgelegt, dass wir nach Titisee-Neustadt tauschen werden. Mit der Voraussetzung, dass jemand vom Continentalcup den Quotenplatz für die Tournee holt“, erklärte Widhölzl.
„Wir haben derzeit zu viele gute Leute“
„Dass derjenige die Chance hat, schon in Engelberg dabei zu sein, hat mehrere Gründe: Erstens, dass er so schon vor der Tournee die Erfahrung sammelt, in der Mannschaft zu sein. Zweitens ist natürlich auch das Chippen der Anzüge ein Thema. Solche schweren Entscheidungen gibt es leider immer wieder. Dafür haben wir derzeit einfach zu viele gute Leute“, erklärte Widhölzl weiter.
Neben Müller gehören weiterhin Stefan Kraft, Daniel Tschofenig, Jan Hörl, Michael Hayböck, Stephan Embacher und Maximilian Ortner der siebenköpfigen ÖSV-Mannschaft für Engelberg an.
Fettner zunächst im Continentalcup
Routinier Fettner wird aller Voraussicht nach den Start der Vierschanzentournee und zumindest die deutschen Stationen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen verpassen. „Grundsätzlich steht die Mannschaft für die Tournee“, erklärte Widhölzl. Bei der Vierschanzentournee könnte Manuel Fettner demnach nur im Rahmen der nationalen Gruppe bei den österreichischen Stationen dabei sein.
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Oje, ein Fehler meinerseits. Wollte Fettner schreiben, nicht Gärtner.
ich kann den Entscheid von Herrn Wiedhölzl nicht nachvollziehen, Herr Gärtner aus dem Kader zu nehmen. Manuel Fettner bringt nach wie vor seine Leistungen. Wahrscheinlich wäre es auch seine letzte VST gewesen.
Also, Ich wuerde mir wuenschen, dass das im Deutschen Kader auch so handgehabt werden koennte. Momentan sind ja nun Leyhe, Eisei, Raimund austauschbar. Also sollte man den Leuten, die grade relativ gut im COC sind, wie Roth, Schmid, Hoffmann z.B. auch ruhig mal die Chance nutzen sie an den Weltcup heranzufuehren. Dass der Sprung ziemlich gross ist, sieht man zur Zeit am Tittel, der eigentlich noch nicht bewiesen hat, dass er in den Weltcup gehoert. DAS MUSS ER ABER, in seinen jungen Alter, AUCH NOCH NICHT, REGELMAESSIG. Bei den Oesis hat aber auch die „zweite Garde“ genug Potential fuer die Top 10-15 im Weltcup.
Finde ich eine unverständliche Entscheidung. So hart es für die aus dem Continentalcup sein mag, aber wenn alle Springer im Weltcup Team liefern, dann sollen die auch weiterhin dort springen dürfen. Müller wird schon noch viele Chancen bekommen, sein Weltcup Debüt hat er ja auch schon gehabt. Aber Fettner wird wahrscheinlich nicht mehr so viele starke Jahre haben und so ist die Gefahr, dass er aus dem Rhythmus kommt. Es ist ja nicht so als hätte Müller den Continentalcup zuletzt dominiert.
Unverständlich, Embacher zu nominieren anstelle Fettners, aber die Chance für die Mannen aus dem B-Kader sollte ja dennoch kommen bei der Tournee in Österreich, sofern man nicht wieder einen Termin anderweitig raussucht für die nationale Gruppe wie letzte Saison.
Dass beim Skispringen mittlerweile das Alter weit weniger zählt als früher, auch durch die immer komplexere Technik und Gewichtsregeln beweist der Pius eindrucksvoll, der ja auch die letzten Jahre trotz ansprechender Leistungen stets auf der Kippe stand und immer angezählt wurde, wenn es mal nicht für die Top 15 reichte.
Der Quotenplatz von Embacher, Belshaw und Tittel ist entweder von diesen 3 persönlich wahrzunehmen oder von einem Springer unter 21 Jahre. Markus Müller ist 22, daher kann er diesen Platz nicht beanspruchen. Daher wenn man die Leute im Continental Cup motivieren möchte den Quotenplatz zu holen, bietet man diesen Startplatz der Person an die ihn auch holt. Natürlich schade für den Manu, keine Frage. Dennoch muss man als Trainer einen Umbruch dann einleiten wenn Konkurenzkampf besteht um das Niveau der nächsten Jahre zu garantieren.
Das verstehe wer wolle, ich jedenfalls nicht. Einen so erfahrenen Springer wie Fettner ausgerechnet zur Tournee gegen ein Greenhorn auszutauschen, der aölrs noch vor sich hat, isz schon merkwürdig. Zumal Fettner am Sonntag in Titisee-Neustadt 6. war und aktuell auf Rang 13 im Gesamtweltcup ist.
Muss man den jungen Mann ausgerechnet zur VST ins kalte Wasser schmeissen? Ehrlich, wenn ich Fettner wäre, hätte ich jetzt einen echten Hals…
Das ist unglaublich…. es könnte a) immerhin die letzte VST sein für Fetti, er ist ja nicht mehr der allerjüngste. aber b) was für ein erfahrener Mann (immerhin letzten Sonntag 6. und 13. in der Gesamtwertung), wie kann man den austauschen gegen ein Greenhorn. Das muss doch wohl nicht unbedingt bei der VST passieren. Mir fehlt jedes Verständnis, Herr Widhölzl!
Unglaublich, was Österreicher für Probleme haben, so einen guten Mann, zu aussortieren ist schon bitter, bei manch anderem Team wäre Manuel Fettner NR 1
Fettner ist 13. im Gesamtweltcup! Für mich gehört diese Quotenregel überarbeitet. Ich finde es auch gut, wenn mehr Nationen eine Chance haben, aber es kann nicht sein, dass dann am Ende Leute springen, die nicht mal im Fis Cup Punkte holen würden, statt solcher, die an guten Tagen auch aufs Podest springen können, siehe Hayböck – denn sind wir ehrlich: ohne den Wettbewerb am Sonntag hätte es ihn getroffen.