Freitag wird starke Vierte

Nika Kriznar und Ursa Bogataj holen slowenischen Doppelsieg in Wisla

Foto: VSC / Konstanze Schneider

Slowenischer Doppelsieg in Wisla: Am zweiten Tag des Sommer-Grand-Prix siegt Nika Kriznar vor Landsfrau Ursa Bogataj. Selina Freitag wird als Vierte beste Deutsche.

Auch am zweiten Tag beim Sommer-Grand-Prix in Wisla geht der Sieg nach Slowenien: Nika Kriznar bejubelte mit 129,5 und 121 Metern und 238,6 Punkten ihren dritten Grand-Prix-Sieg ihrer Karriere. Satte 16,4 Punkte dahinter auf Platz zwei landete Vortagssiegerin Ursa Bogataj (121,5 und 121,5 m; 222,2 P.), die den slowenischen Doppelsieg perfekt machte. Den dritten Platz sicherte sich die starke Französin Josephine Pagnier mit 123 und 116 Metern und 218,8 Punkten, sie stand erstmals auf dem Podium.

„Unser Teamspirit macht uns derzeit so stark. Ich bin sehr glĂŒcklich ĂŒber diesen Sieg und mit meinen SprĂŒngen“, analysierte Kriznar ihren Erfolg. Die erst 16-JĂ€hrige Taja Bodlaj rundete auch dank ihres Hausrekords von 120 Metern im ersten Durchgang als Achte das starke slowenische Mannschaftsergebnis ab. Vierte und damit beste Deutsche wurde Selina Freitag, die sich sichtlich ĂŒber ihr bestes Grand-Prix-Resultat freute. Marita Kramer wurde als FĂŒnfte beste Österreicherin, direkt hinter ihr landete mit Katharina Althaus die zweitbeste Deutsche vor Chiara Kreuzer, der zweitbesten Österreicherin.

Slowakin Mesikova sorgt fĂŒr kleine Sensation

Überraschend beste Japanerin wurde Ringo Miyajima als Neunte, die ebenfalls so gut wie noch nie abschnitt. Hinter ihr komplettierte Julia Clair die Top Ten, die nach dem ersten Durchgang noch auf Rang sechs lag. Anna Rupprecht rutschte nach etwas unruhiger Luftfahrt im zweiten Sprung um einen Platz zurĂŒck und wurde erneut Zwölfte hinter Yuka Kobayashi aus Japan, diesmal landete sie damit direkt vor Pauline Heßler. Jacqueline Seifriedsberger tat sich wie schon am Vortag schwer und kam nicht ĂŒber Rang 16 hinaus.

Ein geradezu sensationelles Ergebnis gelang der Slowakin Tamara Mesikova: Dank ihres neuen Landesrekords von 110 Metern im Finale landete sie auf einem starken 17. Platz und toppte damit nochmals das geschlechterĂŒbergreifend beste Ergebnis ihres Landes. Drittbeste Japanerin wurde Riko Sakurai als 19., auch fĂŒr sie war es das beste Ergebnis. Julia MĂŒhlbacher bestĂ€tigte ihr gestriges Ergebnis als 20., Tetiana Pylypchuk aus der Ukraine verbesserte ihr Vortagsergebnis um zwei PlĂ€tze und wurde 24..

Rautionaho disqualifiziert

Andreea Diana Trambitas (RumĂ€nien), Veronika Shishkina (Kasachstan) und Karoline Roestad (Norwegen) landeten auf den PlĂ€tzen 26 bis 28 und erzielten jeweils ihr bestes Sommerergebnis. Nachdem sie am Vortag noch nach dem ersten Durchgang ausgeschieden waren, konnten die beiden RumĂ€ninnen Delia Anamaria Folea und Alessia Mitu-Cosca heute mit den PlĂ€tzen 29 und 30 erstmals Grand-Prix-Punkte – und damit auch das lebenslange Weltcup-Startrecht – bejubeln.

Die einzige Finnin im Feld, Jenny Rautionaho, wurde aufgrund eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert. Da Karolina Indrackova aus Tschechien nach ihren RĂŒckenproblemen nicht mehr auf der Startliste stand, musste somit nur noch eine Athletin auf sportlichem Wege ausscheiden. Dieses Mal erwischte es mit Kinga Rajda eine der beiden Springrinnen der Gastgeber. Teamkollegin Nicole Konderla belegte Rang 15, auch fĂŒr sie war es eine neue Bestleistung.

» Sommer-Grand-Prix-Kalender 2022: Alle Termine im Überblick (Damen)

Nach einwöchiger Pause geht es im Sommer-Grand-Prix fĂŒr die Damen dann am 6. August in Courchevel weiter. Auf der Großschanze der Olympischen Spiele 1992 stehen dann die Qualifikation (11 Uhr) und ein Einzelspringen (18 Uhr) an. (alles live bei skispringen.com).

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Über Luis Holuch 592 Artikel
Seit 2010 als Journalist tĂ€tig und hat 2017 sein erstes Buch veröffentlicht. Wie es die Leidenschaft wollte, ging es darin um das Damen-Skispringen. Genau dafĂŒr ist er bei skispringen.com auch primĂ€r zustĂ€ndig. Kommentierte den offiziellen Live-Stream der Junioren-WM 2020, sowie die FIS-Classics-Serie und die Continentalcup-Finals der Nordischen Kombination.

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